Experience reports
Career Perspectives und seine Vorgängerversion sind zu einem sehr beliebten Service bei unseren Studierenden und unseren Förderern geworden. Unsere Studierenden werden immer wieder auf allgemeine Unternehmensangebote (z.B. Unternehmensevents) aufmerksam gemacht. Daneben konnten sich auch schon in der Vergangenheit viele Studierende über eine direkte Anfrage von einem (oder mehreren) unserer Förderer freuen. Sehr häufig kam es zu einer schnellen und unkomplizierten Besetzung von interessanten Praktikumsstellen. Die nachfolgenden Erfahrungsberichte geben einen kleinen Einblick in einen Teil der bisherigen, erfolgreichen Vermittlungen durch das FCM in den letzten Jahren. Die Berichte zeigen, wie das FCM seine Studierenden und Förderer bei der Vermittlung unterstützt und welche Erfahrungen Kandidaten bei den Unternehmen gesammelt haben Lesen Sie, was unsere Studierenden sagen.
Frederik Hesse (Praktikum bei der ING Life Insurance Japan)
"Wir haben da ein unheimlich interessantes Angebot für Dich." So hat eines der bisher spannendsten Abenteuer meines Lebens begonnen. Der Risk Manager der ING Life Insurance Japan, der noch bis vor kurzem in Deutschland tätig war und enge Kontakte zum FCM pflegte, hatte meinen Lebenslauf aus der Studentendatenbank des FCM herausgepickt.

Das beschriebene Aufgabengebiet und auch die sonstigen Rahmen- bedingungen waren so interessant und auch herausfordernd, dass ich mich für eine Verlängerung meines Studiums entschied, um den Aufenthalt in Tokio einschieben zu können. Jetzt sitze ich hier im 26. Stock des NewOtani Komplexes und schau direkt auf den Imperial Palace, die beeindruckende Kulisse von Tokio und genieße die Zeit in einer völlig fremden und anderen Kultur. Das Arbeiten in einem internationalen Team von Experten der verschiedensten Bereiche bringt mir endlich die Möglichkeit, das theoretisch angesammelte Wissen in der Praxis anwenden zu können und in zahlreichen Diskussionen weiter zu vertiefen. Auch das gemeinsame Mittagessen oder abendliche Feiern mit den Kollegen stellten eine unvergessliche Erfahrung dar und erweitern den Horizont in jeglicher Hinsicht (z.B. wusste ich vorher nicht, in wie vielen verschiedenen Arten das Tequillatrinken zelebriert werden kann). Nach anfänglichen Zweifeln, ob dieser Schritt wirklich richtig war, kann ich bis heute nur sagen, dass ich ihn keine Sekunde bereut habe und diese Erfahrung nicht missen möchte. Ein großer Dank geht an die Studentendatenbank des FCM, da in diesem Fall die Initiative vom Unternehmen ausging und ich mir nicht sicher bin, ob ich mich aus eigener Motivation in einem Land wie Japan für ein Praktikum beworben hätte. Aber auch dem gesamten ING Team muss ich danken für die freundliche Aufnahme und Unterstützung bei all den anfänglichen Problemen. Abschließend bleibt zu sagen: Japan ist ein spannendes und aufregendes Land, dass man in seinem Leben kennen gelernt haben sollte.
Michael Nettels (Teilnahme an der BASF Business Week)

Mitte August im Jahr 2006 bekam ich einen Anruf vom Institut für Kreditwesen. Ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mich auf die BASF Business Week zu bewerben. Die Business Week wird von der BASF AG jedes Jahr im September veranstaltet, um ausgewählten Studierenden und Promovierenden das Unternehmen vorzustellen und näher zu bringen. Das Unternehmen ist in meinem Fall an das FCM herangetreten, damit man ihm einen Studenten für diese Veranstaltung vorschlägt. Glücklicherweise fiel die Entscheidung auf mich. Im ersten Moment war ich allerdings ein wenig skeptisch. Nicht nur, weil ich diese Veranstaltung bislang nicht kannte, sondern weil ich kurz vor meinem Urlaub stand und anschließend direkt mit dem Schreiben einer Seminararbeit beginnen musste. Da mir jedoch aus Erfahrungen einiger FCM-Mitarbeiter, die vor einigen Jahren ebenfalls daran teilgenommen hatten, nur Positives berichtet wurde, entschied ich mich kurzfristig, eine Bewerbung zu verschicken. Die Zusage erreichte mich erfreulicherweise sogar noch vor meinem Urlaub.

Am ersten Tag ging es mittags von Münster mit dem ICE los. Nach nur wenigen Stunden Fahrtzeit erreichte ich Mannheim, wo alle Teilnehmer in einem Business-Hotel untergebracht wurden. Der erste Abend verlief sehr locker in einem Tagungsraum in dem Hotel, wo wir uns inklusive der Verantwortlichen der Personalabteilung näher kennen gelernt haben. Die nächsten Tage wurde ein bunter Mix aus interessanten Vorträgen, Unternehmensbesichtigungen und Ausflügen, wie z. B. nach Heidelberg, wo wir erst die Stadt erkundeten und anschließend ein Erlebnis-Abendessen mit Theater im Schloss genießen durften. Die restlichen Abende sind wir mit jeweils unterschiedlichen Mitarbeitern der BASF AG, die uns von ihren Tätigkeiten innerhalb des Unternehmens berichteten, in Mannheim erst zum Essen gegangen bevor wir uns im Anschluss in das Nachtleben stürzten. Weitere Höhepunkte neben dem Abendessen im Schloss waren das Dinner im Gesellschafterhaus der BASF und ein Besuch des Chemielabors, wo wir mit ein wenig Unterstützung selbstständig Sonnencreme und Haargel herstellen durften.

Zwar haben wir in dieser Woche auch Fallstudien bearbeitet, der gesellige Teil stand jedoch klar im Vordergrund. Nicht nur deshalb, sondern weil sich das Unternehmen auch durch Vorträge und Unternehmensbesichtigungen von seiner besten Seite präsentiert hat, waren alle Studenten durchweg begeistert. Somit sind wir auf einen möglichen späteren Arbeitgeber aufmerksam geworden, an den man als Student der BWL der Banken vielleicht nicht als Erstes denkt.
Es war eine großartige Woche, an der ich Dank BASF und der vermittelnden Tätigkeit des FCM teilnehmen durfte.
Daniel Schmidt (erfolgreiche Bewerbung beim Praktikumsprogramm "Join the best")

Nach einer geglückten Investitionsklausur bei Prof. Pfingsten erreichte mich im vergangenen Spätsommer überraschenderweise eine Mail des Instituts. Man bot mir an, mich für das internationale Praktikumsprogramm „Join the best“, ausgerichtet von MLP, zu bewerben. Das FCM hatte aufgrund seiner Praxiskooperation mit MLP das Recht, einige ausgewählte Studierende für diese Veranstaltung vorzuschlagen. Dies ließ ich mir nicht zweimal sagen und so sandte ich einige Tage später meine Unterlagen an den verantwortlichen Mitarbeiter des FCM, der die Bewerbung freundlicherweise an MLP weiterleitete. Einige Wochen darauf folgte dann auch prompt die Einladung zum ersten Assessment-Center. Da ich mich zu dem Zeitpunkt in Straßburg aufhielt, nahm ich in der MLP-Filiale in Freiburg am ersten AC teil. Zum Glück lief alles gut und so wurde ich anschließend für das finale AC in der MLP-Zentrale in Wiesloch eingeladen. Zur zweitägigen Veranstaltung kamen Mitte Januar 250 Studierende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen, um eines von 15 Stipendien für weltweite Auslandspraktika zu ergattern (siehe auch den Bericht im Manager-Magazin: http://www.manager-magazin.de/koepfe/karriere/0,2828,461482,00 .html). Nach Selbstpräsentation, Gruppenarbeit, Logiktest und nettem Abendprogramm gab es dann am Ende des zweiten Tages die Entscheidung: mir steht eine spannende Herausforderung bei der Allianz in Jakarta bevor! Dieser Erfolg wurde dann auf der Abschiedsparty gebührend gefeiert ;-) Vielen Dank an das Institut für Kreditwesen!
Anika Lange (Direkteinstieg bei der WestLB Group Treasury)
Sich bei der Studentendatenbank einzutragen ist mit einem Zeitaufwand von fünf Minuten verbunden. Aber dann geht’s los: Auf einmal interessieren sich potentielle Arbeitgeber für dich. Und bieten dir Praktika, Projekte, Praxis-Diplomarbeiten und Festanstellungen an! Du musst nur auf die Mail antworten und Interesse signalisieren. Damit sind die ersten (großen) Hürden eines Bewerbungsverfahrens genommen. Ist das wirklich so einfach?

Bei mir war das so. Ich habe diverse Stellenausschreibungen durch die Datenbank erhalten. Gut gefallen haben mir zum einen die Qualität und zum anderen die große Bandbreite der Angebote von Privatbanken über Beratungen bis hin zu Lehrstühlen. Manchmal eröffnen sich dadurch Perspektiven, die man vorher gar nicht in Erwägung gezogen hätte. Und meist stellt die jeweilige Fachabteilung direkt den Kontakt her, was ich als pragmatisch und oftmals sehr hilfreich empfunden habe. Durch die Datenbank habe ich im Herbst 2005 meine Master-Arbeit in Zusammenarbeit mit der ifb AG in Köln (Bankenberatung) schreiben können. Ich habe mich dadurch mit einem für die Bankenwelt aktuellen Thema befasst und konnte mich mit Spezialisten aus der Praxis austauschen. Darüber hinaus reizvoll war natürlich die Bezahlung als Werkstudent.
Mein zweiter und weitaus wichtigerer Erfolg mit der Datenbank ist meine jetzige Festanstellung bei der WestLB AG in Düsseldorf. Im Sommer 2006 – direkt nach meinem Abschluss – bekam ich eine Stellenausschreibung der WestLB Group Treasury für einen Direkteinstieg im Bereich der Liquiditäts- und Zinsrisikosteuerung. Nach einem langen Vorstellungstag im Juli ging es ganz schnell und ich habe am 1. September dort angefangen. Ich bin mir sicher, dass der Weg über die Datenbank den Bewerbungsprozess wesentlich vereinfacht hat. Und nach über neun Monaten im Job kann ich bestätigen, dass der Schritt die richtige Entscheidung war. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass die Studentendatenbank eine hochkarätige Institution ist, die allein dem Engagement des FCM-Teams zu verdanken ist. Vielen Dank! (Bei Fragen bitte nicht zögern, mich anzusprechen: anika_lange@westlb.de)
Robert Petzold (Praxisdiplomarbeit in Kooperation mit der Acatis Anlageberatung für Investmentfonds)
Die Entscheidung, meine Diplomarbeit am Institut für Kreditwesen (FCM) zu verfassen, ist mir nicht schwer gefallen. Schließlich bietet das FCM eine der besten Betreuungsleistungen an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster. Rückblickend kann ich sagen, dass es trotz der sehr stressigen Diplomarbeitszeit die richtige Entscheidung war.

Nach der Anmeldung zur Diplomarbeit erfolgte ein erstes Gespräch mit Prof. Pfingsten und einer kleinen Runde aus Assistenten/innen und weiteren Mitstreitern/innen, in dem die Diplomanden ihre Themenpräferenzen angeben konnten. Ich speziell wurde gefragt, ob ich gute Kenntnisse in Excel und VBA-Programmierung sowie der Auswertung von überwiegend englischer und mathematischer Literatur besitze. Kurze Zeit später bekam ich vom FCM einen Anruf und wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, eine empirische Arbeit zu verfassen. Gesagt, getan. Nach Abholung meines Themas habe ich dann erfahren, dass sich die Arbeit mit dem sehr spannenden Thema „Value Investing“ beschäftigt und in Kooperation mit einem Unternehmen verfasst wird. In meinem Fall war die Zusammenarbeit sehr unkompliziert, da ich von der Acatis Anlageberatung einen Zugang zu einer Datenbank bekommen habe, aus der ich mir selber meine Daten ziehen konnte. Die Zusammenarbeit mit Acatis lief insgesamt sehr gut. Ich habe mich nur einmal bei dem Unternehmen vorgestellt und konnte anschließend alle meine auftretenden Fragen per Email oder Telefon an meine Ansprechpartner richten. Die Rückmeldung vom Unternehmen war dabei stets sehr zügig.
Auch die Betreuung durch das FCM, speziell durch meinen Assistenten, war sehr unkompliziert. Nicht wenige Diskussionen haben zu dem Erfolg meiner Arbeit beigetragen. Sehr erwähnenswert ist auch das so genannte 3-Wochen-Gespräch mit Prof. Pfingsten. Das FCM ist eines der wenigen Institute, bei denen sich der Professor mit dem jeweiligen Studenten noch mal zusammensetzt. Hat man den ersten Berg an Literatur überwunden und mehr oder weniger eine grobe Gliederung stehen, kommt das 3-Wochen-Gespräch, in dem die Themenabgrenzung noch einmal kritisch hinterfragt wird, genau richtig. An dieser Stelle möchte ich gerne festhalten, dass es trotz der vom Institut gestellten hohen Anforderungen, sehr viel Spaß gemacht hat, meine Diplomarbeit am FCM zu verfassen. Im Nachhinein hat sich die Mühe und Arbeit auch wirklich bezahlt gemacht. Für meine Diplomarbeit wurde ich im September 2007 mit einem Wissenschaftspreis ausgezeichnet.
Philipp Domhöver (Berufseinstieg ifb group)
Nach der Wahl „BWL der Banken“ als Schwerpunktfach und erfolgreichem Abschluss de ersten Bankenklausur ergab sich für mich die Möglichkeit in die Studentendatenbank des ifk´s aufgenommen zu werden.

Bereits während des Hauptstudiums kamen erste Anfragen von potentiellen Arbeitgebern für ein Praktikum. Gegen Ende des Studiums, in der Abschlussphase meiner Diplomarbeit, erhielt ich über die Datenbank vermehrt Anfragen für einen Berufseinstieg. Das Praktische daran war, dass genau die Unternehmen anfragten, die für besonders interessant hielt. Der Kontakt zu den Unternehmen war schnell geknüpft, die erste Hürde zu einer erfolgreichen Bewerbung überwunden und das Vorstellungsgespräch vor Augen.
Das erste Gespräch war für mich bereits ein voller Erfolg und nach einem weiteren erhielt ich mein erstes Jobangebot bei einer Unternehmensberatung aus Frankfurt. Für mich war es der optimale Berufseinstieg nach dem Studium und ich freute mich auf die neue Herausforderung. Leider kommt es manchmal anders als man denkt. So zwang mich mein familiäre Situation dazu den Arbeitsvertrag aufzulösen und eine heimatnahe Anstellung zu suchen. Auch in diesem Fall half mir die Studentendatenbank weiter. Ich bewarb mich auf einige Anfragen von Unternehmen, die näher an der Heimat angesiedelt sind.
Bereits nach dem ersten Gespräch beim ifb stand für mich fest: „Dieses Unternehmen soll es nach Möglichkeit werden“! Der sympathische Eindruck des Unternehmens sowie die Karriere- und Weiterentwicklungs- Möglichkeiten innerhalb des Unternehmens festigten meine Entscheidung. Zwei weitere Gespräche beim ifb festigten meinen Entschluss diesen Job anzutreten. Nach mittlerweile drei Monaten muss ich abschließend festhalten: Der Schritt in die Unternehmensberatung, insbesondere der Entschluss für die ifb group, war der Richtige. Vielen Dank an dieser Stelle an das Team vom ifk, die mir in der teilweise schwierigen Phase mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.
Sebastian Hanneken (Praktikum bei der ING Life Insurance Japan)
Mein Praktikum bei der ING Life Insurance in Japan war eine der spannendsten Erfahrungen in meinem bisherigen Leben. Durch die Studierendendatenbank des FCM erhielt ich die Möglichkeit bei der ING Life in Tokio eigene praktische Erfahrungen zu sammeln und nebenbei das Leben in einer Weltstadt wie Tokio selbst kennen zu lernen.

Mein Einsatzort bei der ING Life in Tokio war das Risikomanagement, wo ich als Mitglied eines internationalen Teams ins Tagesgeschäft eingebunden wurde und darüber hinaus auch in eigenen Projekten viele neue Erfahrungen machen konnte. Das Arbeitsklima war stets sehr angenehm, was nicht zuletzt an meinen sehr freundlichen Kollegen lag, welche mich während meines Aufenthaltes zudem bei allen anfallenden Problemen hilfsbereit unterstützten.

Neben der Arbeit kam jedoch auch die Freizeit nicht zu kurz. Tokios zahlreiche Sehenswürdigkeiten waren beeindruckend und durch das Leben in der Metropole Tokio lernte ich nicht nur das japanische Essen, sondern die gesamte Kultur der Japaner kennen und schätzen.
Insgesamt lässt sich sagen, dass ich jedem ein Praktikum in diesem fremden aber auch sehr spannenden Land empfehlen kann. Das freundliche Arbeitsklima vor Ort aber auch die gute Unterstützung des FCM und der ING trugen dazu bei, dass mein Aufenthalt in Japan für mich zu einer unvergesslichen Zeit geworden ist.

